|
Beifang
Mit Stellnetzen fangen Fischer in Nord- und Ostsee Kabeljau, Steinbutt, Scholle, Lachs und andere Speisefischarten.
Die feinen Netzfasern können die Delfine kaum wahrnehmen. Manche Netze bilden kilometerlange Barrieren,
Todesfallen für Delfine. Das EU-weite Verbot von Treibnetzen sollte 2008 endlich in Kraft treten. Aber es
kam anders.
Überfischung
Laut Welternährungsorganisation sind bereits über 70 % der Bestände kommerzieller Fischarten überfischt oder erschöpft.
Die Folgen sind nicht nur für den Menschen gravierend, sondern auch für Meeressäuger, die mit dem Menschen um diese
wertvolle Nahrungsressource konkurrieren.
Akustische Meeresverschmutzung
Anthropogener Schall ist mittlerweile eine der größten Bedrohungen für Delfine und andere Meeressäugetiere.
Denn ihr Gehörsinn ist hochspezialisiert. Sie benutzen Schall um sich mit Hilfe ihrer Echoortung ein Bild von
der Umgebung zu machen oder Beute zu orten. Pfiffe und Klicklaute dienen weiterhin zur Kommunikation .
Schadstoffe
In unseren Meeren findet sich mittlerweile ein Cocktail aus weit über 100 000 industriell produzierter Chemikalien.
Viele dieser Stoffe reichern sich über die Nahrungskette von Plankton zu Delfinen zu millionenfach erhöhten
Konzentrationen an. Wir sind als Verbraucher gefragt, dies zu verhindern.
Müll
Auf einen Quadratkilometer Ozean kommen heute auf 18 000 Teile Plastikmüll. Doch die Deponie Ozean bietet
Platz für mehr: Chemikalien, Ballastwasser aus Schiffstanks, radioaktive Abfälle, Hausmüll, Abwässer aus
Städten und Industrieanlagen, Netzreste und Munition bis hin zu kompletten Kernreaktoren der russischen
U-Bootflotte
Fotos: U. Reyes, S. Koschinski, F. Ritter, S. Koschinski, U. Karlowski
|