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Anthropogener Schall ist mittlerweile eine der größten Gefahren für Delfine und andere Meeressäugetiere. Denn ihr
Gehörsinn ist hoch spezialisiert. Sie benutzen Schall, um sich mit Hilfe ihrer Echoortung ein Bild von der Umgebung
zu machen oder Beute aufzustöbern. Pfiffe und Klicklaute dienen weiterhin zur Kommunikation, die zum Zusammenhalt der
Gruppe oder zwischen Mutter und Kalb eine wichtige Rolle spielt.
Rammarbeiten machen Lebensraum unbrauchbar Bei Rammarbeiten an den Fundamenten von Offshorewindparks oder Ölfördereinrichtungen entstehen noch höhere Schallpegel (bis 218 dB). Impulshafter Schall über lange Zeiträume birgt ein Risiko für dauerhafte Gehörschäden noch in einem Abstand von über einem Kilometer. Maskierungseffekte von Rammgeräuschen werden in einer Entfernung von über 40 km vermutet und Verhaltensänderungen bei Schweinswalen noch in 20 km Entfernung dokumentiert. Militärische Bedrohung für Delfine und Schweinswale Für Delfine und ihre Verwandten sind die gefährlichsten militärischen Aktivitäten Unterwasserexplosionen und die Nutzung von Mittelfrequenzsonaren mit hohen Reichweiten. Diese Sonare haben einen Pegel von 235 dB. Ein Verletzungsrisiko, das Risiko für Gehörschäden, Maskierung und Störungen können noch in einer Entfernung von vielen Kilometern auftreten. Unterwasserexplosionen sind die lautesten Schallquellen. Im Bereich vieler Kilometer sind Hörschäden und Verletzungen zu befürchten.
Die Jagd nach dem letzten Tropfen Rohöl bedroht Delfine Unser Energiehunger führt zu erheblichen Schallbelastungen im Lebensraum der Delfine. In jeder Phase der Öl- und Gasgewinnung im Meer (Suche, Bohrung, Bau und Rückbau von Plattformen, Transport, Verschließen von Bohrlöchern durch Sprengungen) sind durch laute Schallemissionen negative Auswirkungen auf Delfine zu erwarten. Während der Exploration werden z. B. Druckluft- und Wasserkanonen und Sonare benutzt, die stark gerichtete Breitbandschallpegel von bis zu 259 dB produzieren. Einige Frequenzanteile können von Meeressäugetieren noch in weit über 10 km Entfernung wahrgenommen werden. Gehörschäden sind in einer horizontalen Entfernung von einigen 100 m zu erwarten. GRD-Presse |