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Beifang von Delfinen und Schweinswalen in Fischereinetzen
Jedes Jahr verenden ca. 300.000 Kleinwale im Beifang von Fischereinetzen. Inklusive Robben und Großwale werden
durch Beifang weltweit mindestens 650 000 Meeressäugetiere getötet. Dies droht auch wieder 2007 im Jahr des Delfins.

Beifangopfer Großer Tümmler auf einem peruanischen Fischmarkt (Foto: J. Reyes)
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Eine besondere Gefahr für viele Arten, auch für unsere heimischen Schweinswale, stellen dabei Stell- und Treibnetze
(so genannte Kiemennetze) dar. Mit diesen Netzen fangen Fischer in Nord- und Ostsee Kabeljau, Steinbutt, Scholle,
Lachs und andere Speisefischarten. Die feinen Netzfasern können die Delfine mit ihrem Biosonar nicht wahrnehmen.
Manche dieser Netze bilden kilometerlange Barrieren, regelrechte Todesfallen für die Meeressäuger. Das EU-weite Verbot
von Treibnetzen sollte 2008 mit der Abschaffung der letzten Treibnetze in der Ostsee endlich in Kraft treten.
Auf Druck der Fischereilobbyisten jedoch haben die EU-Fischereiminister 2006 die zugelassene Fläche von Grundstellnetzen
im Mittelmeer mehr als verdoppelt. Auch dürfen diese Netze deutlich über dem Meeresgrund gestellt werden, was sie
Treibnetzen ähnlich macht. Diese "Schwebenetze" sind nach unseren
Recherchen nichts anderes als mit einem Anker versehene Treibnetze.

Beifangopfer Großer Tümmler
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Auch die beiden am stärksten bedrohten im Meer lebenden Kleinwalarten der Welt, Hectordelfin und Vaquita, sind durch
Stellnetze bedroht. Einen kurzfristigen Schutz vor Beifang können so genannte Pinger gewährleisten, die mit
Schreckgeräuschen die Tiere von Netzen vertreiben. Allerdings werden Schweinswale und Delfine damit aus ihrem
Lebensraum vertrieben oder sie gewöhnen sich an den Schall dieser Geräte. Eine wirkliche Hilfe wäre ein Verbot
dieser tödlichen Netze in Gebieten mit Delfin- oder Schweinswalvorkommen.
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Alternativen stellen die
Langleinenfischerei, soweit hierbei Maßnahmen zum Schutz von Seevögeln und Schildkröten getroffen werden,
und der Fang mit Fischfallen und Reusen dar.
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