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Die Bestände zahlreicher Delfinarten gelten heute als gefährdet oder vom Aussterben bedroht Link zur der Seltenste.
Neben den Flussdelfinen sind besonders küstennah lebende Populationen der sympathischen Meeressäuger massiv negativen
menschlichen Einflüssen ausgesetzt (Lebensraumzerstörung, Meeresverschmutzung, Überfischung, Beifang, direkte Jagd,
Unterwasserlärm) und kämpfen vielerorts um ihr Überleben.
Kroatische Adriaküste - Projekt zur "Rettung der letzten Adria-Delfine": Wasserverschmutzung, Überfischung, Beifang-Tod in Fischernetzen und direkte Tötung haben die Delfinbestände in der Adria zusammenbrechen lassen, in der einst Tausende Delfine und mehrere Arten lebten. Heute lebt nur noch eine Art ständig dort: der Große Tümmler, der auf kroatisch "Guter Delfin" (Dobri Dupin) genannt wird. Die "Adria-Delfine" halten sich das ganze Jahr über nahe der Küste und den Inseln auf, meist weniger als 5 Kilometer vom Land entfernt. Es gibt nur etwa 220 von ihnen und so können Gefahren, ob natürlich bedingt oder durch menschlichen Einfluss, für die kleine Population schnell das Aus bedeuten. (Bilder)
Das Projekt zur "Rettung der letzten Adria-Delfine" wurde 1999 von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine gemeinsam mit Tierärzten der Uni Zagreb unter Leitung von Prof. Dr. Hrvoje Gomercic gegründet. Mit dem Projekt soll das Aussterben der letzten Adria-Delfine verhindert und ihr Lebensraum wirkungsvoll geschützt werden. Hilfe wird benötigt für: - Einrichtung von Schutzgebieten - Informations- und Aufklärungskampagnen - Durchführung von Delfinschutzpatrouillen - Aufbau eines Delfinschutzzentrums Priorität für 2007: - Aufbau eines Delfinschutzzentrums mit überregionaler Bedeutung für den gesamten Mittelmeerraum auf der vor Zadar (Mitteldalmatien) gelegenen Insel Ugljan. Es gibt in Kroatien noch keine zentrale Anlaufstelle für Touristen und Einheimische, die sich über das Projekt und die Meeressäuger informieren wollen. Zusätzlich sollen Forschungs- und Ausbildungsmöglichkeiten für Studenten, Volontäre und Wissenschaftler geschaffen werden. Mit Ausstellungen und Vorträgen soll gezielt und konzentriert über Delfine sowie andere die kroatische Adria durchwandernde Meeressäuger, wie z.B. Finnwale informiert werden. Peru - Paracas-Halbinsel (Region Pisco): Für Delfine ist das Meer vor der fast 3.000 Kilometer langen Küste des Andenstaates Peru ein gefährliches Gebiet. Sie sind hier bedroht als Beifangopfer der intensiven Fischerei sowie durch Meeresverschmutzung, Dynamitfischerei und direkte Jagd, um als illegale Fleischquelle oder gar als kostenloser Köder für die Haifischerei verwendet zu werden. Noch bis Mitte der 90er Jahre wurden entlang der Küste jährlich bis zu 20.000 Delfine erlegt. (Bilder)
Dank der jahrelangen Aufklärungsarbeit der peruanischen Delfinschutzorganisation ACOREMA (Areas Costeras y Recursos Marinos) setzte die Regierung Perus 1996 endlich ein strenges Delfinschutzgesetz in Kraft und die Fangzahlen für den menschlichen Verzehr sanken. Doch noch immer wird Delfinfleisch auf Fischmärkten verkauft, wie eine von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) finanzierte Studie im Jahr 2002 belegte. Seit 1999 führt die GRD deshalb umfassende Schutzprojekte zusammen mit ACOREMA vor allem in der Region Paracas im Süden Perus durch. In der Hafenstadt Pisco befindet sich ein einzigartiges Meeresschutzzentrum, in dem ACOREMA Ausstellungen, Seminare und Schulprojekte einer breiten Öffentlichkeit anbietet. Aufklärungsarbeit und der Schutz zweier residenter Gruppen Großer Tümmler stehen im Vordergrund der Delfinschutzarbeit. Hilfe wird benötigt für: - Durchführung von Meerespatrouillen gegen Delfinjäger und Dynamitfischer - Untersuchung von Wasserproben auf Umweltgifte - Aufklärung der Bevölkerung und Fischer durch gezielte Delfinschutz-Kampagnen - Schulung von Meeres-Rangern im Schutzgebiet des Paracas-Nationalparks Priorität für 2007: - Ausweitung des Delfinschutzgedankens auf ganz Peru. Erstmals sollen Delfin- und Meeresschutzthemen mit in die Lehrbücher aufgenommen werden - durch die Produktion eines "Teacher's Guide", der den Lehrern kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Dieses Lehrbuch wird sowohl Basiswissen über das marine Ökosystem enthalten als auch spezielle Delfinschutzsachverhalte. Zusätzlich gibt das Sachbuch Empfehlungen, wie Daten über Delfine und Wale in reguläre Kurse wie Mathematik, Kunst, Biologie, Fremdsprachen und Literatur eingebaut werden können. Durch dieses Schulprojekt soll ein Prozess des Umdenkens schon bei den Kindern initiiert werden, damit die nächste Generation die Delfine nicht mehr jagt, sondern lieben und schützen lernt. Nur durch Bildung haben die Menschen in Peru eine Chance und können in der Zukunft ökologisch sinnvoll handeln. Mosambik - Insel Inhaca (Maputo-Bucht) Buckeldelfine oder Chinesische Weiße Delfine (Sousa chinensis) stehen auf Anhang I des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (WA/CITES) als vom Aussterben bedrohte Art. Weltweit sind sie durch direkte Jagd, Beifang in Fischernetzen, Kollisionen mit Schiffen, Überfischung und Lebensraumzerstörung stark gefährdet, so auch entlang der Küste von Mosambik. (Bilder)
In Zusammenarbeit mit den Meeresbiologen Almeida T. Guissamulo vom Naturhistorischen Museum der Universität Maputo und Dr. Leszek Karczmarski hat die Gesellschaft zur Rettung der Delphine im Jahr 2004 ein Projekt zum Schutz einer kleinen Population von Buckeldelfinen bei der in der Bucht von Maputo gelegenen Insel Inhaca ins Leben gerufen. Ziele des Projekts sind u.a. der langfristige Erhalt einer der wahrscheinlich letzten vitalen Buckeldelfin-Populationen an der Küste des Landes sowie der Aufbau von Ökotourismus und lokalen Kleinprojekten für die einheimische Bevölkerung. Hilfe wird benötigt für: - Durchführung von Patrouillen zur Erforschung und Erfassung der Delfinbestände - Aufklärungskampagnen für die stark vom Meer lebende Bevölkerung - Aufbau von Kleinprojekten für Souvenirverkauf und nachhaltigem Delfintourismus - Ausbau der auf Inhaca befindlichen Meeresforschungsstation - Einrichtung von Delfinschutzgebieten Priorität für 2007: - Schulung und Ausbildung einheimischer Studenten - Ausbau einer Feldstataion auf der Insel Inhaca - Durchführung von Patrouillen zur Erforschung und Erfassung der Delfinbestände |